Diese edle Baumart ist seit der letzten Eiszeit im Alpenraum heimisch und seither macht sich der Mensch die positiven Eigenschaften zu Nutze.

Wegen ihrer Anpassungsfähigkeit und dem Vorkommen im hochalpinen Raum gilt die Zirbe, auch Arbe oder Arve genannt, als die “Königin der Alpen”.
Das besondere Holz ist das leichteste aller heimischen Nadelholzarten und bezeichnend sind die zahlreichen dunklen Äste.



... was sie ist ...

Die Zirbe (pinus cembra) gehört zur großen botanischen Gattung der Kiefern. Sie ist in den westlichen Innenalpen auf 1.400 bis ca. 2.500 Meter Seehöhe verbreitet.
Als Schutzbaum, Nutzbaum und Klimaindikator spielt die Zirbe in Zeiten des Klimawandels eine zunehmend wichtige Rolle für die Nachhaltigkeit.



... was sie kann ...

Das traditionelle Zirbenholz präsentiert sich mittlerweile als Material für innovative und ganzheitliche Einrichtungskonzepte. Ein Material, das Funktionalität, Nachhaltigkeit und zeitgemäßes Design in Einklang bringt mit den Bedürfnissen nach Klarheit, Gesundheit, Entspannung und Kommunikation.



... wem sie nützt ...

Wer auf die Zirbe setzt, baut in punkto Gesundheit auf das Richtige. Positive Effekte auf den Menschen sowie zahlreiche harmonisierende Eigenschaften werden dieser besonderen Holzart nachgesagt.



Die Zirbe (pinus cembra) gehört zur großen botanischen Gattung der Kiefern. Sie ist in den westlichen Innenalpen auf 1.400 bis ca. 2.500 Meter Seehöhe verbreitet, und oft mit der Lärche und Fichte vergesellschaftet. Sie wird im Durchschnitt 200 bis 400 Jahre alt, Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass sie bis zu 1.200 Jahre erreichen könnte.
Der Wuchs der Zirbe ist stark von den Witterungseinflüssen geprägt. Alte Exemplare sind oft vom Wind zerzaust und durch Blitze und Schneebrüche deformiert. Das Höhenwachstum variiert je nach Standort, aber im Normalfall wird sie rund 25 Meter hoch.

Holz

Das Holz der Zirbe hat einen gelbrötlichen Kern und einen schmalen gelblichen Splint; es ist weich, leicht, dauerhaft und gut zu bearbeiten. Die zahlreichen festverwachsenen Äste der Zirbe bedeuten für das Holz keine Qualitätsminderung im Gegensatz zu den anderen Baumarten. Durch die dunklen Äste entsteht eine besonders schöne Zeichnung. Frisch geschlagenes Zirbenholz bewahrt noch Jahrzehnte seinen charakteristischen Duft, den man besonders in Zirbenstuben wahrnimmt.



Eigenschaften von Zirbenholz

  • Als Kernholzbaumart weist die Zirbe eine farbliche Unterscheidbarkeit von Splintholz zu Kernholz auf.

  • Der anatomische Aufbau der Holzsubstanz ist sehr gleichmäßig, die Jahrringgrenzen sind gut erkennbar, der Kontrast zwischen Frühholz und Spätholz ist gering.

  • Charakteristisch sind die zahlreichen, festverwachsenen, rotbraunen Äste, die sich glatt schneiden lassen und beim Hobeln nicht reißen.

  • Zirbenholz ist leicht einzuschneiden, zu trocknen und mechanisch gut bearbeitbar und neigt bei der Trocknung nicht zur Rissbildung.

  • Zirbenholz gehört neben dem Lärchenholz zur dauerhaftesten heimischen Nadelholzart.

  • Aufgrund des hohen Gehaltes an Holzinhaltsstoffen weist das Zirbenholz einen angenehmen Geruch auf, der sich über lange Zeit hält.

  • Zirbenholz enthält bis zu 0,5% Pinosylvin. Für diese Substanz ist eine toxische Wirkung gegenüber Schadorganismen (Pilze, Bakterien) nachgewiesen.

  • Die Zirbe ist mit einer mittleren Darrdichte von rund 400 kg/m³ die leichteste heimische Nadelholzart.

  • Zirbenholz weist das geringste Schwindverhalten aller einheimischer Nadelholzarten auf. Die Dimensions- und Formstabilität hat zur Folge, dass Zirbenholz kaum zu Rissbildung und Verdrehung neigt.



Besonderheiten

Zirbenholz ist das leichteste Holz aller heimischen Nadelholzarten. Es hat einen regelmäßigen Jahrringaufbau und lässt sich leicht bearbeiten. Auch die zahlreichen dunklen Äste bereiten bei der Verarbeitung keine Probleme. Sie sind fest verwachsen und bewirken die charakteristische lebhafte Maserung des Zirbenholzes.
Das für den Gebrauch des Holzes wichtige Schwindmaß ist bei der Zirbe das geringste aller Nadelbäume. Dadurch ist es für wechselfeuchte Bereiche besonders gut einsetzbar.

Aufgrund des im Zirbenholz enthaltenen Pinosylvins haben Pilze und Bakterien kaum eine Chance das Holz anzugreifen.
Für den Menschen besonders angenehm, bei Insekten aber nicht beliebt, ist der Duft des Zirbenholzes. Er bleibt jahrelang erhalten und hat eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden der Hausbewohner.



Zirbenholz hat positive Auswirkungen auf Kreislauf, Schlaf, Befinden und vegetative Regulation.


Zirbenholz bewirkt allgemeines Wohlbefinden.

Nicht zuletzt wirkt Zirbenholz Wetterfühligkeit entgegen, harmonisiert den Kreislauf und stärkt das allgemeine Wohlbefinden. Der Mensch fühlt sich erholt, ausgeruht und ist ideal auf die Herausforderungen des Alltages vorbereitet.

Diese physiologischen Ergebnisse stimmten mit der subjektiven Einschätzung der Versuchspersonen überein, welche über einen erholsameren Schlaf, ein besseres Allgemeinbefinden und erstaunlicherweise eine höhere "soziale Extravertiertheit" berichteten.

Vielleicht ein Grund, warum Gaststuben früher mit Zirbenholz verkleidet waren.
Das Material der Wohnungseinrichtung hat offensichtlich größere Auswirkungen auf Befinden und Gesundheit als bisher bekannt. Für das edle Holz der "Königin der Alpen" tun sich neue Anwendungsfelder auf.



Antibakterielle Wirkung von Zirbenholz

Untersuchung der möglichen antibakteriellen Wirkung von Zirbenholz.
durchgeführt am Institut für Genetik und allgemeine Biologie der Universität Salzburg:

Es wurden fünf Holzarten (Ahorn, Buche, Fichte, Pappel, Zirbe) auf mögliche antibakterielle Wirkung getestet. Dazu wurde eine Abklatsch-Methode entwickelt, bei der definierte Mengen eines Test-Bakterienstammes (Escherichia coli K12) auf desinfizierte Holz-Schnittflächen aufgebracht wurden. Diese wurden in feuchter bzw. trockener Umgebung für unterschiedliche Zeiten dort belassen und dann auf Agarplatten abgeklatscht.
Die erhaltenen koloniebildenden Einheiten sind als Maß für die unterschiedliche bakteriostatische bzw. bakteriozide Wirkung der Hölzer zu werten.

In feuchter Umgebung war eine deutlich höhere bakterienhemmende Wirkung von Zirbenholz sowie eine mäßig bakterienhemmende Wirkung von Fichtenholz festzustellen. Nach einer Versuchszeit von 12-14 Stunden wurde bei den Holzarten Buche, Pappel und Ahorn eine höhere Zahl von Bakterien gefunden. Auf dem Zirbenholz konnten im selben Versuch praktisch keine lebensfähigen Bakterien nachgewiesen werden.